Project_158

Clockwork
Creating Learning Organisations with Contextualised Knowledge-Rich work Artifacts

Die Entwicklung und Herstellung komplexer technischer Geräte lebt vom effektiven Einsatz spezifischen Wissens und technischen Know-Hows. Von der datentechnischen Unterstützung des Erfassens, Bewahrens und Wiederverwertens von Wissen in allen Phasen eines Produktlebenszyklus sind daher erhebliche Verbesserungen der innerbetrieblichen Effizienz und damit Wettbewerbsvorteile zu erwarten.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt CLOCKWORK entwickelt eine Vorgehensweise und die dazugehörige Software, um den gesamten Entwicklungsprozess eines Produktes schrittweise zu begleiten und zu unterstützen. Zentrale Aspekte der Lösung sind die Identifizierung relevanter Modelle und Ontologien - wie etwa die Klassifizierung verfügbarer Technologien - und die Abbildung des Entwicklungsprozesses unter dem Blickwinkel der beteiligten Teams.

So wird im konkreten Beispiel eine Kundenanfrage nach Art und Typ der gewünschten Lösung und der relevanten Technologien klassifiziert. Hieraus ergeben sich die im Detail zu erhebenden Anforderungsdaten. In einer initialen Entwurfsphase werden dann alternative Lösungsansätze identifiziert und geprüft. Der Detailentwurf bestimmt dann konkrete Konstruktionsunterlagen und Produktionsanweisungen, umfasst aber auch Simulationsdaten der zu bauenden Anlage und die entsprechenden Prozessinformationen für ihren Einsatz beim Kunden.

Schließlich wird die Anlage ausgeliefert und in Betrieb genommen. Jeder dieser Schritte benötigt und generiert eine Vielzahl von Informationen, die in Dateien, Anforderungskatalogen, Datenblättern, Zeichnungen, Stücklisten, Simulationsmodellen und ähnlichem abgelegt sind. Die Zusammenfassung dieser Daten und ihre Annotation mit Elementen der relevanten Modelle und Ontologien ermöglicht eine sinnvolle Strukturierung und dokumentiert die gesamte Historie eines Entwurfs. Damit kann umgekehrt in jedem Schritt auf relevante Informationen aus anderen Entwicklungen zugegriffen werden: Wiederverwertbare Komponenten werden identifiziert, frühere Berechnungen werden übernommen, Erfahrungen aus der Inbetriebnahme fließen in Neukonstruktionen ein.

Ebenso wird das Wissen aus der After-Sales-Phase integriert: Die Berichte der Servicetechniker im Kundendienst werden im Laptop erstellt, strukturiert und in das zentrale Organizational Memory eingespeist. Ihre Daten stehen den Entwicklern somit unmittelbar zur Verfügung. Die Reduktion von Übermittlungsfehlern, der verbesserte Informationsaustausch im Entwicklungsprozess und eine langfristig auswertbare Wissensbasis sind wertvolle Ergebnisse dieser Lösung.

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Dr. Ansgar Bernardi

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