Project_395

InViRe
Intelligent Video Retrieval

Over the last years there has been a significant trend from analog to digital video, lately we have even seen the replacement of analog terrestrial TV signals by their digital cousins. With the increase in the amount of digital video data comes an increase in the need for processing these data. For digital images, management and processing software are already standard components of modern PCs. However, for video data there do not exist similarly widespread solutions. The only type of software available is editing software, here.
The user is not assisted by current software in any content-based way. However, this would provide even more benefits for the user, because for video it is much harder to obtain an overview of a collection of files than it is for images, where fast and intuitive possibilities exist.
It is the goal of the project InViRe to close this gap in the domain of video processing and archiving by providing content-based access to video archives.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten besteht ein deutlicher Trend
von analogen zu digitalen Datenträgern und Medien. Dies begann in den
80er Jahren im Audio-Bereich, sowie in den 90ern bei den vorbespielten
Videodatenträgern. Mittlerweile erstellen auch Heimanwender Photos und
Videos zu großen Teilen digital. Schließlich wird selbst Fernsehen
als letzte Bastion analoger Technologie nach und nach durch digitale
Übertragungen abgelöst.

Mit der zunehmenden Menge an digitaler Information steigt auch der
Bedarf an Möglichkeiten zu ihrer Verarbeitung. Im Gegensatz zu z.B.
analogen Videokassetten besitzen digitale Datenträger die Möglichkeit
einer direkten Weiterverarbeitung im Computer. Dies wird für
Digitalphotos bereits praktiziert. Hier sind sind Nachbearbeitung,
thematische Sortierung und ähnliches mittlerweile Standardfeatures von
Softwareprodukten, z.T. ist derartige Funktionalität sogar im
Betriebssystem integriert.
Für Videodaten gibt es jedoch keine derartigen Lösungen. Als einzige
Softwareanwendung steht hier Schnittsoftware zur Verfügung. Diese
erlaubt es, die Reihenfolge aufgenommener Szenen zu verändern und
mit gewissen Effekten, z.B. Überblendungen vorzunehmen und mit Titeln
zu versehen. Eine inhaltliche Assistenz des Benutzers besteht nicht.
Dabei ist dies bei Videodateien ein noch größerer Nachteil als etwa bei Photos,
denn ein Mensch kann sich über Videomaterial i.a. nur in
Originalgeschwindigkeit einen Überblick verschaffen, während für Photos
mehrere schnelle und intuitive Möglichkeiten der Visualisierung bestehen.

Das Ziel von InViRe ist es, die bestehende Lücke im Bereich der
Videoverarbeitung und -archivierung die zu schließen. Dies soll dadurch geschehen,
dass eine inhaltsbasierte Suche in Videoarchiven entwickelt wird. Die sich
ergebenden Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. So kann es sich z.B. auf
Heimvideos beziehen, etwa Urlaubsvideos, in denen nach Orten oder Personen gesucht
wird. Es kann private Fernsehaufzeichnungen betreffen, z.B. durch ein nachträgliches
Betrachten strittiger Szenen in einem aufgezeichneten Fußballspiel. In größerem Rahmen
ist der Ansatz auch für professionelle Datensammlungen denkbar, etwa in
Archiven von Fernsehsendern.

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